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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Papageienschmuggler in Tschechien aufgeflogen

Im Süden der teschechischen Region Mähren, haben Zoll und Umweltinspektion fünf Tierzüchtern den unerlaubten Handel mit geschützten Wildtieren vorgeworfen. Nach Angaben eines Zoll-Mitarbeiters sollen die Züchter junge Papageien oder Papageien-Eier aus Brasilien ausgeführt und diese illegal auf den europäischen Markt gebracht haben. Der Zoll in der südmährischen Stadt Brünn stellte bei seinen Fahndungen insgesamt 32 seltene und wertvolle Papageien sicher. Schon im Mai diesen Jahres waren Zollbeamte den Schmugglern auf die Spur gekommen, als sie am Grenzübergang zur Slowakei fünf Palmkakadus in einem geparkten Auto entdeckten. Das natürliche Verbreitungsgebiet des Palmkakadus ist auf einen kleinen Teil Nord-Ostaustraliens und auf Teile der Insel Neuguinea beschränkt. Diese Art ist im Anhang I des Washingtoner Artenschutzabkommens geführt und somit ist der Handel mit Palmkakadus absolut untersagt. Nachdem die Beamten die geschützten Vögel am Grenzübergang entdeckt hatten, wurden anschließend mehrere Hausdurchsuchungen und Autokontrollen in den Regionen Ostböhmen und Südmähren durchgeführt, bei denen weitere seltene Papageien auftauchten. Die Besitzer der Vögel hatten lediglich gefälschte Papiere für die Tiere vorzuweisen. Der in Südmähren aufgedeckte Schmugglerring soll in Zusammenhang mit einem Fall stehen, bei dem im vergangenen Jahr in Brasilien bei einer Razzia ein Schmugglerring aufgeflogen war, dessen Hauptorganisator ein Tscheche gewesen sein soll. Insgesamt wurden dort 72 in den illegalen Papageienhandel verwickelte Personen festgenommen.

Quelle: “Zoll deckt in Südmähren Ring von Papageien-Schmugglern auf”, Radio Prag, 11.08.2010 (www.radio.cz)

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