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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Gefahr für bedrohte Tier- und Pflanzenarten durch EU-Erweiterung

Im Zuge der EU-Erweiterung zum 01. Mai 2004 befürchten Mitarbeiter der Organisation TRAFFIC, dem gemeinsamen Programm des World Wildlife Fund (WWF) und der Internationalen Union für die Natur (IUCN), einen weiteren Anstieg der legalen Importe von bedrohten Vogel- und Pflanzenarten sowie Reptilien. Bereits mit 15 Mitgliedsstaaten war die EU einer der größten Abnehmer verschiedener geschützter Tier- und Pflanzenspezies. So wurden in den Jahren 1996 bis 2002 insgesamt 6 Millionen Vögel, 1,5 Millionen Reptilien, 10 Millionen Reptilienhäute und 21 Millionen Orchideen importiert, wobei die nun der EU beitretenden Staaten seit jeher eine bedeutende Rolle beim illegalen Handel mit geschützten Tier- und Pflanzenarten einnahmen. Allein im Zeitraum 2000 bis 2002 waren in Tschechien 248 und in der Slowakei 172 illegal eingeführte Papageien entdeckt und beschlagnahmt worden. Mit Beitritt in die EU besteht für die neuen Mitgliedsstaaten die Möglichkeit, geschützte Arten legal einzuführen. Somit würde nach Angaben von TRAFFIC das Überleben vieler bedrohter Tiere und Pflanzen zunehmend gefährdet. TRAFFIC fordert daher dringend eine engere Kooperation zwischen allen EU-Mitgliedsstaaten zur Verbesserung von Artenschutzmaßnahmen.

Quelle: “ Die Rheinpfalz“, 29.04.2004

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