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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

12. CITES-Vertragsstaatenkonferenz ist beendet


Die 12. CITES-Vertragsstaatenkonferenz, die vom 03. bis 15. November in Santiago/Chile stattfand, ist beendet. Insgesamt wurde über rund 100 verschiedene Anträge, die den Tier- und Pflanzenschutz betreffen, ent- schieden. Artenschützer werfen vor, dass bei vielen Entscheidungen, die getroffen wurden, wieder wirtschaftliche über ökologische Interessen dominierten. Die Entscheidungen über die Anträge, verschiedene Papageien- arten betreffend, ersehen Sie hier auf einen Blick. Folgende Anträge wurden angenommen:

  • Antragsteller Costa Rica, Gelbnackenamazone (Amazona auropalliata), Heraufstufung von Anhang II in Anhang I
  • Antragsteller Mexiko, Gelbkopf-Amazone (Amazona oratrix), Heraufstufung von Anhang II in Anhang I
  • Antragsteller Deutschland für die EU, Blaukopf-Ara (Ara couloni), Heraufstufung von Anhang II in Anhang I
Die Heraufstufung einer Art von Anhang II in Anhang I entspricht einem absoluten Handesverbot. Folgender Antrag wurde abgelehnt:

Antragsteller Schweiz, Lockerung der Handelsbeschränkungen für Farb- varianten von „Unzertrennlichen“ (Agapornis spp.), Plattschweif-Sittiche (Platycercus spp.), Barnard-Sittiche (Barnardius spp.), Spring-Sittiche (Cyanorhampus auriceps), Lauf-Sittiche (C. novaezelandiae), Große Alexander-Sittiche (Psittacula eupatria), Kleine Alexander-Sittiche (P. krameri).

Eine Annahme dieses Antrages hätte vermutlich zu Erleichterung des illegalen Handels geführt. Schmuggler manipulieren häufig das Gefieder von gefangenen Papageien mit Farbe. Die Manipulierung der Gefiederfarbe erschwert bei Zollkontrollen die Identifizierung der Art und somit die Überprüfung der Legalität. Der Antrag Südafrikas, die südafrikanische Population der Kap-Papageien (Poicephalus robustus) von Anhang II in Anhang I heraufzustufen, wurde vom Antragsteller zurückgezogen.

Quelle: www.cites.org

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