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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Reggio Emilia – beispielhaft in Sachen Tierschutz

In der Nacht von Freitag auf Samstag verabschiedete der Stadtrat von Reggio Emilia (Italien) eine neue Fassung des geltenden Tierschutzgesetzes, das bereits 1913 in Kraft trat, mit überwiegender Mehrheit der Stadträte. Die Stadt nahe Bologna darf sich nunmehr als italienischer Vorreiter in Sachen Tierschutz bezeichnen, denn Italien erfreute sich bislang keines besonders guten Rufes in Tierschutzangelegenheiten. Die Neuregelung legt unter anderem fest, dass Vögel wie z. B. Papageien, die in ihren natürlichen Lebensräumen in sozialen Verbänden leben, in Gefangenschaft mindestens paarweise zu halten sind. Des Weiteren regelt die überarbeitete Gesetzesfassung die einzuhaltenden Größen für Papageienkäfige. Die Maße müssen zukünftig das Fünffache der Flügelspannweite in der Breite und das Dreifache der Flügelspannweite in der Höhe betragen. Auch die Dauer der Ausstellung von Tieren in Schaufenstern von Zoogeschäften wird ab sofort streng reguliert. Bei Missachtung der Verordnung werden Geldstrafen in Höhe von ca. 500,- EURO verhängt. Reggio Emilia gilt als Vogelzüchter-Hochburg, in der regelmäßig internationale Zuchtschauen veranstaltet werden. Gegner des neuen Tierschutzgesetzes finden sich also vor allem unter den Mitgliedern von Züchtervereinigungen, die hinsichtlich der Käfiggrößen während der Zuchtschauen auf Ausnahmeregelungen plädieren und bemängeln, dass sie bei der Überarbeitung der Regelungen nicht zu Rate gezogen worden waren.

Quelle: „Italian animal rights law puts lobster off the menu“, Bruce Johnston, www.telegraph.co.uk vom 07.03.2004

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