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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Aktion gegen den Kauf von Wildtierprodukten als Souveniers

Die Organisation TRAFFIC Indien (1) hat in einer Aktion Touristen dazu aufgerufen, keine Wildtierprodukte als Souveniers zu kaufen. Sie verbreitete diesen Aufruf mit Hilfe von auffälligen Postern, die Models in Handschellen neben beschlagnahmten Wildtierprodukten zeigen. Die Poster sind mit der Überschrift „Don’t buy trouble“ (2) versehen. Sie sollen besonders einheimische und ausländische Touristen ansprechen und liefern die klare Botschaft, dass die Endkäufer ebenso gegen Artenschutzgesetze verstoßen wie Händler und Wilderer, die geschützte Arten verkaufen oder fangen. Für diese Art von Verstößen drohen hohe Bußgelder und bis zu sieben Jahren Haftstrafe. Bei den sicher gestellten Produkten, deren Verkauf nach dem Gesetz illegal ist, handelt es sich beispielsweise um Schlangenhaut, Elfenbein, Hirschgeweih, als Medizin genutzte Pflanzenarten, Holzarten und auch in Käfige gesperrte Vogelarten wie zum Beispiel Sittiche, die ein beliebtes Handelsobjekt darstellen.  Der Leiter der Organisation TRAFFIC Indien hofft, durch diese Aktion klar machen zu können, dass Souveniers, die von bedrohten Arten stammen, nicht als Andenken zu werten sind, sondern eher Symbole der mutwilligen Zerstörung unseres Naturerbes darstellen. Touristen tragen durch den Kauf solcher Produkte auf unachtsame Weise zum illegalen Handel mit bedrohten Arten in Indien bei und hierbei ist auch die Ausrede, die Gesetze nicht zu kennen, keine Entschuldigung. Wenn man über die Herkuft eines Souveniers Zweifel hat, sollte man es nicht kaufen, so der Leiter von TRAFFIC Indien. Er wies darauf hin, dass die wildlebenden Arten in Indien einen wesentlichen Teil der reichen Kultur des Landes und des Naturerbes ausmachen. Daher habe jeder die Pflicht, diese zu schützen und pfleglich zu behandeln, was schon durch den Nichtkauf solcher Souveniers unterstützt werde. Die Organisation erhofft sich Unterstützung in der Verbreitung ihrer Botschaft in Form der Poster von der Tourismus-Industrie. Die Posterdesigns wurden mit Unterstützung des WWF Indien (3) produziert.

(1) TRAFFIC – Diese Organisation stellt ein Netzwerk zur Überwachung des Wildtierhandels dar. Ihr Ziel ist es, sicher zu stellen, dass der Handel mit Wildpflanzen und  – tieren keine Bedrohung für die Erhaltung der Arten darstellt.
(2) Sinngemäße Übersetzung: „Handeln Sie sich keinen Ärger ein“
(3) WWF = World Wildlife Fund for Nature; hierbei handelt es sich um eine der größten internationalen Naturschutzorganisationen der Welt. Die Organisation wurde als World Wildlife Fund 1961 in der Schweiz gegründet.
Quelle: „Don’t buy trouble“ warns TRAFFIC India, TRAFFIC – Home and latest news, 29.02.2008 (website: www.traffic.org)

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