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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Einschränkungen beim Handel mit Graupapageien gefordert

Das für den Schutz wild lebender Tiere zuständige Komitee der CITES (des so genannten ,Washingtoner Artenschutzabkommens’) empfiehlt , für die vier westafrikanischen Länder Elfenbeinküste, Liberia, Sierra Leone und Guinea ein zweijähriges Ausfuhrverbot für die in diesen Ländern heimischen Timneh-Graupapageien zu verhängen. Ebenso empfiehlt das Komitee, für die beiden zentralafrikanischen Länder Kamerun und Äquatorialguinea ein zweijähriges Ausfuhrverbot für die dort heimischen (Kongo-) Graupapageien zu verhängen.

Weiterhin wird empfohlen, ab Januar 2007 nur noch zwei Ländern, dem Kongo und der Demokratische Republik Kongo, zu gestatten, Graupapageien zu exportieren. Die Exportquote für diese beiden Länder sollten von derzeit 8000 bzw. 10.000 auf 4000 bzw. 5000 Vögel halbiert werden.

Die Anzahl der wild lebenden Graupapageien nimmt in den meisten Ländern, in denen sie natürlicherweise vorkommen, stark ab. Die Mehrzahl der eingefangenen wild lebenden Graupapageien sind für die  Haustiermärkte in den Staaten der EU bestimmt.

Das Treffen des CITES–Komitees, das im July 2006 in Lima (Peru) durchgeführt wurde, fordert als Voraussetzung für eine Wiederaufnahme des Handels mit Graupapageien eine wissenschaftliche Untersuchung über die Populationen frei lebender Graupapageien und die Erstellung nationaler und regionaler Managementpläne. Diese Managementpläne sind nötig, um gegen den illegalen Handel vorzugehen und um Maßnahmen festzulegen, die das überschreiten festgelegter Exportquoten verhindern.

Aufgrund des großen Umfanges des Handels mit Graupapageien hatte das für den Schutz von Tieren zuständige CITES-Komitee die Graupapageien in seine letzte Handelsüberprüfung aufgenommen. Mit der Überprüfung hatte das CITES-Sekretariat dann die IUCN (‚International Union for the Conservation of Nature and Natural Resources’) beauftragt. Einbezogen waren zudem ‚Birdlife International’ und ‚TRAFFIC’, ein vom WWF und IUNC getragenes weltweit tätiges Netzwerk zur Beobachtung des Handels mit Wildtieren und Wildpflanzen.

Quelle: http://www.birdlife.org/news/news/2006/12/CITES_grey_parrot.html

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