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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Puerto Rico Amazone vor dem Aussterben bedroht

Amerikanische Wissenschaftler haben festgestellt, dass die Puerto Rico Amazone auf Grund verschiedener Faktoren wie Veränderungen ihres Lebensraumes und Brutverhaltens vom Aussterben bedroht ist. Die Forscher haben eine Studie veröffentlicht, die sich mit der Untersuchung der Faktoren befaßt, die die größte Auswirkung auf die schwindende Population der gefährdeten Papageienart haben. „Mit unserer Arbeit versuchen wir, Vorhersagen über die Faktoren, die ein Anwachsen der Population verhindern, zu treffen“, teilte ein Professor für Naturschutzbiologie, der an dem Forschungsprojekt beteiligt war, mit. Seit dem Jahr 1970, in dem nur noch wenige dieser Vögel existierten, ist die Anzahl der Puerto Rico Amazonen kaum gestiegen. „Dieser arme Vogel hat viele Feinde und Probleme aber die eigentliche Frage, die sich stellt, ist welche dieser Probleme hauptverantwortlich für den Stillstand des Populationswachstums sind“, erklärte ein weiterer Studienteilnehmer, der als Biologe im Internationalen Institut für tropische Forstwissenschaft tätig ist. Mit Hilfe dieser Forschungsarbeit waren die Wissenschaftler in der Lage, viele der für die Art bestehenden Probleme gleichzeitig zu beobachten. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass zwar einerseits die Abholzung der Waldgebiete und der Handel mit Papageien als Haustiere zur Verringerung der Population beigetragen hat, dass aber die Hurrikane, die die Insel bedrohen, einen weiteren Faktor darstellen, der bisher übersehen wurde. Seit 1970 hat es zwar nur zwei Hurrikane von gewaltigem Ausmaß auf der Insel gegeben, jedoch nahmen diese einen wesentlichen Einfluss auf die Vögel und verursachten jedes mal eine Minderung der Population. Für die Zukunft sind weitere Hurrikane vorhergesagt, die das Wiederaufleben der Art beeinträchtigen können. Derzeitig existieren noch etwa 30 Puerto Rico Amazonen, von denen maximal fünf Paare brüten, während etwa bis zu zehn Vögel, die sich eigentlich im Paarungsalter befinden, aus fraglichen Gründen nicht brüten. Die umfangreiche Studie deckt neue Erkenntnisse über diese gefährdete Papageienart auf und weist einen neuen Weg, die Faktoren zu analysieren, die sich auf die Populationen gefährdeter Arten auswirken. “ Die meisten Leute gehen nur auf das ein, was ihrer Meinung nach am wichtigsten ist und berücksichtigen nicht, dass meist mehrere Faktoren zur Bedrohung einer Art führen. Ich denke, diese Studie wird auch noch in einigen anderen Situationen hilfreich sein“, so der Naturschutzbiologe.

Quelle: „New study analyzes endangered parrot“, The Daily Californian, 22. Mai 2008

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