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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Gutgelaunte Papageien

Keas gehören zu den intelligentesten Vogelarten und sind vor allem für ihre Neugier bekannt. Diese Papageienart kommt in freier Wildbahn nur auf den Südinseln Neuseeland vor und sorgt bei Wissenschaftlern immer wieder für neue Überraschungen. So fand ein Forscherteam aus Wien im Rahmen einer Studie erste Hinweise darauf, dass es auch bei Keas so etwas wie eine positive Emotionsübertragung gibt. Den Wissenschaftlern soll es erstmals gelungen sein, das Spektrum der Kea-Laute zu analysieren und zu entschlüsseln. Sie nahmen Laute wildlebender Bergpapageien auf, die Artgenossen angeblich in Spiellaune versetzen sollten, und spielten sie den Versuchstieren etwa fünf Minuten lang vor. Ebenso wurden den Keas auch andere Papageienrufe sowie das Trällern eines Rotkehlchens vorgespielt. Jedoch spielten die Papageien nur dann intensiv und über eine längere Dauer, wenn sie den speziellen „Gute-Laune-Ruf“ ihrer Artgenossen hörten. Nach Angaben der Forscher unterstützt diese Beobachtung die Vermutung, dass dieser spezielle Ruf der Keas einen ähnlich ansteckenden Effekt hat, wie das Lachen beim Menschen. Diese Form der Empathie ist vor allem im Zusammenhang mit dem Spielverhalten beispielsweise von Schimpansen und Ratten schon längst bekannt.

Quelle: „Keas lassen sich von guter Laune anstecken“, der Standard, 20.03.2017 (http://derstandard.at)

 

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