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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Keine Entwarnung für Vogelgrippe

Immer noch wütet die Vogelgrippe mit unverminderter Kraft in europäischen Geflügelhaltungen. In Deutschland ist vor allem Niedersachsen betroffen, wo Ende Februar noch unzählige Tiere vorsorglich getötet werden mussten. Allein im Beobachtungsgebiet des Landkreises Cloppenburg sind über 300 Betriebe mit mehr als zwei Millionen Tieren unmittelbar von der Infektionsgefahr betroffen. Dort gehaltene Vögel und Säugetiere sowie Geflügelfleisch, Eier und sonstige vom Geflügel und Federwild stammende Erzeugnisse dürfen die Betriebe aus Sicherheitsgründen nicht mehr verlassen. Das gilt auch für tierische Nebenprodukte wie etwa Gülle und Mist. Getötet wurden seit Ausbruch der Geflügelpest im November letzten Jahres allein in Niedersachsen mehr als 400.000 Hühner, Enten und vor allem Puten.

Auch aus England und Tschechien erreichen uns weitere Meldungen über Vogelgrippeausbrüche in Geflügelhaltungen. So wurde das H5N8 Vogelgrippevirus beispielsweise in einem tschechischen Geflügelbestand mit mehr etwa 29.600 Enten und Hühnern nahe der Grenze zu Bayern sowie auf einer Entenfarm mit rund 55.000 Tieren nordöstlich von London nachgewiesen.

Nach Angaben des Agrarministeriums geht die Landesregierung in Niedersachsen aktuell davon aus, dass die Tierseuchenkasse wegen der aktuellen Vogelgrippe-Epidemie mehr als sechs Millionen Euro Entschädigung an betroffene Tierhalter zahlen muss. Bislang sollen schon rund 2,7 Millionen Euro für Keulungen, Beseitigung der Kadaver, Reinigung der Ställe und Entschädigungen gezahlt worden sein.

 

Quellen: „Verdacht auf Geflügelpest in Putenhaltungsbetrieb in Friesoythe bestätigt“, „Vogelgrippe in Niedersachsen: Tierseuchenkasse zahlt 6,2 Millionen Euro Entschädigung“, 28.02.2017; H5N8-Geflügelpest in Tschechien, 03.03.2017; Erneut H5N8-Geflügelpest in Großbritannien, 04.03.2017 (http://www.animal-health-online.de/gross)

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