Papageienschutz aktuell-news

Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Greifvögel sollen Städte ‚aufräumen‘

Tauben stellen für viele deutsche Städte ein Hygiene-Problem dar und vor allem in einigen nordrheinwestfälischen Städten wie etwa Düsseldorf oder Köln gelten auch Halsbandsittiche als echte Plage. Mal werden die kleinen farbenfrohen Papageien regelrecht bestaunt und man erfreut sich an ihrem Anblick, dann wieder werden sie zu Störenfrieden degradiert, weil sie zu viel Dreck und Lärm machen. Die freilebenden Sittichpopulationen sind wahrscheinlich durch freigelassene Vögel, die einst als Haustiere gehalten wurden, entstanden. Die Halsbandsittiche sind nämlich eigentlich in Teilen Asiens und Afrikas beheimatet (Wir berichteten in Papageienschutz aktuell, news vom 02.02.2017). Sie sollen nun weg und in Düsseldorf will man das mit einer ganz neuen Methode erreichen. „Ich habe aus anderen Städten gehört, dass sich die Tiere mit Greifvögeln vertreiben ließen“, erklärte der Geschäftsführer einer Düsseldorfer Interessengemeinschaft. „Wir wollen die Papageien keineswegs bekämpfen.“

Bisher gibt es nach Angaben der Greifvogel-Experten aber nur Erfahrungswerte mit Tauben, die von Greifvögeln verjagt wurden. Die Experten raten dazu, Wüstenbussarde zur Vertreibung der Sittiche einzusetzen, auch wenn hin und wieder – so die Falkner – ein Halsbandsittich den Greifvögeln zum Opfer fallen könnte. Tierschützer stehen dem Erfolg dieser Vorgehensweise jedoch eher skeptisch gegenüber. Zudem sei die wildlebende Sittichpopulation in der Stadt – so die Tierschützer – ein menschengemachtes Problem, mit dem man nun eben leben müsse.

 

Quelle: „Greifvögel sollen Papageien und Tauben vertreiben“, Westfälische Rundschau, 22.02.2017 (http://www.wr.de/region/greifvoegel-sollen-papageien-und-tauben-vertreiben-id209700923.html)

 

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