Papageienschutz aktuell-news

Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Papagei qualvoll verendet

Im vergangenen Jahr war ein Schweizer Liegenschaftenverwalter wegen Tierquälerei zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Der 63-jährige Mann hielt zwei Aras in einer seiner Vogelvolieren. Einer der beiden Papageien beschädigte jedoch die Trenngitter zum Nachbargehege, sodass mehrere Drähte abstanden. Der Papagei verfing sich in den Drähten und verendete qualvoll. So geschehen im April 2014 bevor im Juni 2015 die Verurteilung des Papageienbesitzers, der von einer dritten Person angezeigt worden war,  durch das Bezirksgericht erfolgte. Nach Auffassung des Staatsanwaltes hätte der Mann den qualvollen Tod des Vogels durch eine angemessene Kontrolle und zeitnahe Reparatur der Voliere verhindern können. Doch der Beschuldigte legte Berufung ein und beteuerte vor dem Zürcher Obergericht seine Unschuld. Nach seinen Angaben hatte sich der Papagei durch sein aggressives Verhalten angeblich selbst gefährdet. Der Verteidiger des Papageienbesitzers plädierte ebenfalls auf einen Freispruch und stellte mehrere Beweisanträge. Daraufhin sprach das Obergericht den Beschuldigten frei, da es keine Hinweise auf einen qualvollen Todeskampf des exotischen Vogels gegeben haben soll. Allein aufgrund der Feststellung, dass der Ara keine ausgerissenen oder beschädigten Federn aufgewiesen haben soll, kam das Obergericht zu dem Schluss, dass kein Todeskampf stattgefunden habe. Der Papageienhalter wurde daraufhin von den Verfahrenskosten befreit und erhielt eine Prozessentschädigung. Das zuständige Veterinäramt sah das etwas anders und ging von grober Fahrlässigkeit und einem schweren Verschulden des Papageienbesitzers aus. Nach Angaben einer Veterinäramtsvertreterin hatte der Ara im Käfig festgehangen und war qualvoll an Erschöpfung gestorben.

Quelle: „Papagei stirbt qualvoll – Freispruch für Millionär“, 19.04.2016, http://www.20min.ch/schweiz/zuerich/story/28321699

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