Papageienschutz aktuell-news

Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Mensch zerstört Lebensraum der Vögel

Forscher der University of Florida kamen im Rahmen einer Studie zu dem Ergebnis, dass sich die Ankunft der ersten Menschen auf den Bahamas verheerend auf die dort existierende Artenvielfalt auswirkte. Sie stützen sich dabei auf Untersuchungen von Tierfossilien, die in einer Höhle auf einer der Bahama-IInseln entdeckt wurden. Unter den dort vertretenen Arten befanden sich 39 Spezies, die es heute auf den Inseln nicht mehr gibt, darunter 17 Vogelarten, die nach Angaben der Forscher schon am Ende der letzten Eiszeit vor etwa 10.000 Jahren ausgestorben sind. Die anderen 22 Arten, darunter Vögel, Reptilien und Säugetiere – sollen hingegen erst nach Ankunft des Menschen auf den Bahamas vor etwa 1000 Jahren ausgestorben sein. Dabei waren die Tiere nach Angaben der Wissenschaftler aber echte Überlebenskünstler, die einschneidende ökologische Veränderungen, wie sie die Klimaerwärmung nach der letzten Eiszeit mit sich brachte, überstanden haben. Sie überlebten sogar die Minimierung ihres Lebensraumes durch den Anstieg des Meeresspiegels. Doch mit der Besiedelung, Jagd und Waldrodung durch die menschliche Spezies wurden sie nicht fertig. Die Forscher wollen nun untersuchen, inwieweit es unterschiedliche Mechanismen für das Überleben verschiedener Arten bei existenzbedrohenden Ereignissen gibt. Sie wollen herausfinden, ob die bis heute überlebenden Spezies in ihrem genetischen Bauplan eine spezielle Anlage für Anpassungsfähigkeit aufweisen. Die Untersuchungsergebnisse könnten ihnen eine Prognose, welche Arten durch die vom Menschen auf globaler Ebene ausgelösten Veränderungen besonders betroffen sind und welche bessere Überlebenschancen haben, ermöglichen.

    Quelle: „Sie überstanden die Eiszeit, aber nicht die Ankunft des Menschen“, der Standard, 25.10.2015 (http://derstandard.at)

Kommentarfunktion ist deaktiviert

 

| Kontakt | Copyright © 2017 Papageienschutz aktuell | Impressum |