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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Plastikmüll in den Ozeanen gefährdet Seevögel

Wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge haben die meisten Seevögel schon heute Plastikteile mit der Nahrung aus dem Wasser aufgenommen. Forscher gehen auf Grund von Auswertungen verschiedener Studien davon aus, dass bis zum Jahr 2050 etwa 99 Prozent aller Seevögel Plastikreste im Magen haben werden. Kanadische und amerikanische Wissenschaftler werteten jetzt verschiedene Studien zu 135 Vogelarten, die im Zeitraum von 1962 bis 2012 durchgeführt wurden, aus. Ihre Prognose beruht auf Angaben zur aktuellen Verschmutzung der Meere mit Plastikmüll. Nach Angaben der Forscher haben aktuell schon etwa 90 Prozent der Vögel Plastikteile verschluckt. „Das ist eine riesige Menge und weist auf die Allgegenwart der Plastikverschmutzung hin“, erklärten sie. In den frühen 1960er-Jahren sollen Ihren Auswertungen zufolge noch weniger als fünf Prozent der Seevögel betroffen gewesen sein. Während der vergangenen Jahrzehnte soll die Zahl aber dramatisch zugenommen und 2010 schon bei 80 Prozent gelegen haben. Seit dem Beginn der 1950er-Jahre hat sich die Produktionsmenge von Plastik alle elf Jahre verdoppelt. Mittlerweile wird in den Ozeanen schon eine Konzentration von etwa 580.000 Plastikteilen pro Quadratkilometer gemessen. Dabei handelt es sich vorwiegend um kleinere Teile, die Vögel leicht mit der Nahrung aufnehmen können. Verhindern kann dieses Dilemma nach Angaben der Forscher nur noch eine wirksame Müllvermeidungsstrategie.

    Quelle: „2050 haben 99 Prozent aller Seevögel Plastik im Magen“, der Standard, 01.09.2015

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