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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Anwohner verjagt Papageien mit Schreckschusspistole

Im baden-württembergischen Kurort Bad Cannstatt leben seit einigen Jahrzehnten Gelbkopfamazonen, die normalerweise in den Regenwäldern Süd- und Mittelamerikas beheimatet sind. Das erste wildlebende Exemplar dieser Papageienart wurde 1984 im zoologisch-botanischen Garten des Stuttgarter Stadtbezirks gesichtet. Mittlerweile leben in dem Kurort etwa 50 Gelbkopfamazonen in einer stabilen Population zusammen, deren Ursprung ungeklärt ist. Die exotischen Vögel sind bei den meisten Anwohnern gern gesehen aber seit einigen Monaten werden die Papageien regelmäßig mit Hilfe einer Schreckschusspistole verjagt. Nach Angaben der Polizei ist der Schütze mittlerweile zwar ermittelt worden, hat aber außer einem Bußgeld wegen Ruhestörung keine weitere Strafe zu befürchten. Innerhalb eines abgeschlossenen Privatgrundstücks sei der Gebrauch einer Schreckschusspistole auch ohne Waffenschein erlaubt wie die Beamten erklärten. Der Naturschutzbund Stuttgart, der im Ort vor kurzem noch die Fällungen der von den Amazona-Papageien bevorzugten Bäume verhinderte, gab an, sich wegen der Vorfälle so schnell wie möglich mit dem Umweltamt in Verbindung zu setzen. Selbst während der Brutzeit, die bis Ende Juli andauerte, hatte der Schütze die gefährdete Papageienart durch seine Angriffe empfindlich gestört.

    Quelle: Internet, Stuttgarter online Nachrichten

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