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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Seevögel durch verwilderte Katzen gefährdet

Auf der kleinen Azoren-Insel Corvo sind die Populationen mehrerer Seevogelarten drastisch geschrumpft. Der Grund für die Dezimierung der Seevögel sind verwilderte Katzen, die einst von Menschen eingeschleppt wurden. Im Rahmen einer Studie fanden Wissenschaftler heraus, dass sich die Katzen zwar größtenteils von den ebenfalls eingeschleppten Mäusen und Ratten ernähren, was aber nur für die kalte Jahreszeit gilt. Denn in den Sommermonaten fressen sie auch unzählige Sperlinge, Sturmtaucher sowie verschiedene andere Vogelarten und machen sich dabei vor allem an die wehrlosen Nestlinge heran. Besonders bedrohlich ist dies für den Gelbschnabelsturmtaucher, weil etwa 80 % des Weltbestandes dieser Art auf den Azoren leben. Nach Angaben der Forscher existieren auf der portugiesischen Inselkette noch etwa 500.000 Paare, während es auf den Mittelmeerinseln nur noch einige kleinere Populationen gibt. Auf Grund der Bedrohung sprachen sich die Wissenschaftler für Katzenhaltungsverbote im näheren Umfeld von Brutkolonien seltener Vogelarten aus. „Nur die Ausrottung verwilderter Katzen kann auf Inseln die ursprüngliche lokale Artenvielfalt erhalten“, erklärten sie.

    Quelle: „Katzenkrise auf Azoren-Insel“, der Standard, 18.02.2014 (http://derstandard.at)

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