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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Unbekannte Bakterien an Ausbruch der Papageienkrankheit beteiligt

Bei Untersuchungen, die 2005 im Rahmen eines Ausbruchs der Papageienkrankheit in Deutschland durchgeführt wurden, entdeckten Wissenschaftler des Friedrich-Löffler-Instituts bisher unbekannte Bakterienarten. Nach mehreren Jahren Forschungsarbeit in einem internationalen Team konnten die neuen Bakterienarten Chlamydia avium und Chlamydia gallinacea nun wissenschaftlich beschrieben werden. Chlamydia avium soll nach Angaben der Forscher Erkrankungen der Atemwege bei Tauben und Sittichen verursachen, die tödlich enden können. Das andere Bakterium, über dessen krankmachende Wirkung es bisher noch keine gesicherten Erkenntnisse gibt, befällt nach dem aktuellen Kenntnisstand häufig Geflügel. Das internationale Wissenschaftler-Team hatte unter der Leitung des deutschen Friedrich-Löffler-Instituts Erkrankungsfälle bei Geflügel, Tauben und Sittichen untersucht, an denen diese beiden neuen Bakterienarten beteiligt waren. Lebensfähige Bakterienstämme konnten isoliert, die Erbanlagen analysiert und damit der Nachweis, dass es sich um bisher unbekannte Arten handelte, geliefert werden. Beide Bakterienarten können nach Angaben der Forscher nicht wie die meisten anderen Bakterien in flüssigen oder festen Nährmedien gezüchtet werden, sondern vermehren sich nur in Zellkulturen oder Bruteiern. Bisher rechnete man bei Ausbrüchen der Papageienkrankheit grundsätzlich mit dem bekannten Erreger Clamydia psittaci. Doch nun sollen künftig auch die beiden neuen Bakterienarten in die Diagnostik einbezogen werden.

    Quelle: „Chlamydia avium und Chlamydia gallinacea: Wissenschaftler des FLI entdecken neue Bakterien“, Aho Redaktion Großtiere, 03.02.2014 (http://www.animal-health-online.de/gross)

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