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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Töten männlicher Eintagsküken in NRW bald verboten

Brutbetrieben in Nordrhein-Westfalen soll das Töten männlicher Eintagsküken von Legehennenarten künftig verboten werden. Die Landesregierung hat beschlossen, gegen diese landesweit gängige Praxis vorzugehen und beruft sich dabei auf eine rechtliche Bewertung der Staatsanwaltschaft Münster. In den Legehenne-Zuchtbetrieben ist es nämlich üblich, die männlichen Tiere am Tag ihres Schlüpfens zu töten. Doch die Staatsanwaltschaft Münster hatte diese Vorgehensweise in einem Ermittlungsverfahren geprüft und als Verstoß gegen das Tierschutzgesetz bewertet. „Diese Praxis ist absolut grausam, hier werden Lebewesen zum Abfallprodukt der Landwirtschaft. Tiere dürfen nicht zum Objekt in einem überhitzten und industrialisierten System werden“, erklärte der NRW-Verbraucherschutzminister in einer Presseinformation. Auf Grund der von der Staatsanwaltschaft Münster vertretenen Rechtsauffassung wird das NRW-Verbraucherschutzministerium einen kurzfristigen Erlass herausgeben, der das als tierschutzwidrig eingestufte Töten der männlichen Eintagsküken künftig untersagt. „Wir freuen uns über die Einschätzung der Staatanwaltschaft Münster. Das ist ein deutliches Zeichen für den Tierschutz. Diese leider weit verbreitete Praxis muss so schnell wie möglich gestoppt werden“, betonte der Minister. Nach Angaben des Ministeriums gibt es in Nordrhein-Westfalen etwa 15 kleinere Brütereien, die von dem künftigen Verbot betroffen wären.

    Quelle: „NRW will kurzfristig das Töten männlicher Eintagsküken untersagen“, Aho Redaktion Grosstiere, 26.09.2013 (http://www.animal-health-online.de/gross)

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