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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Neues Vogelprojekt in Österreich gestartet

Experten der Vogelschutzorganisation Bird Life befürchten, dass der in Österreich heimische Ortolan, der auch unter der Bezeichnung Gartenammer bekannt ist, in den nächsten ein bis zwei Jahren dort ausgestorben sein wird. Ebenso zeichnet sich für das Braunkehlchen, das in den 1980er Jahren noch stark verbreitet war, ein auffälliger Rückgang ab, wie die zurzeit laufenden Neuerfassungen sämtlicher Brutvogelarten und ihrer Verbreitung in Österreich zeigen. Die österreichischen Bundesforste und Bird Life Österreich starteten erst kürzlich ein Projekt zur Bestimmung des Brutvogel-Vorkommens im Land. Im Rahmen dieses Projektes werden über einen Zeitraum von zwei Jahren visuelle und akustische Beobachtungen erfasst, die als Basis für die Neuauflage des ‚Brutvogelatlas Österreich‘ dienen sollen. Der Brutvogelatlas wurde vor zwanzig Jahren erstmals herausgegeben, so dass die bestehende Version sehr veraltet ist. „Ein Brutvogelatlas stellt gewissermaßen eine Momentaufnahme der heimischen Vogelwelt dar und ist für den Vogelschutz unverzichtbar. Nach zwanzig Jahren ist es daher hoch an der Zeit, die Verbreitungsbilder der heimischen Vogelarten zu aktualisieren und Bilanz zu ziehen“, erklärte der Präsident von Bird Life Österreich. Nach erfolgreicher Beendigung des Projektes sollen schließlich detaillierte Karten zur geografischen Verbreitung aller Vogelarten, die in den Jahren 2013 und 2014 in Österreich gebrütet haben, erstellt werden. Schon die ersten Ergebnisse des kürzlich begonnenen Projektes zeigen nach Angaben der Experten, dass sich die Vogelwelt seit dem Erscheinen des ersten Brutvogelatlas bis heute ziemlich verändert hat.

    Quelle: „Ortolan in Österreich in ein bis zwei Jahren ausgestorben“, der Standard, 17.09.2013 (http://derstandard.at)

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