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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Kakadus besitzen ausgeprägte kognitive Fähigkeiten

Ein Forscherteam der Universität Wien hat bei Versuchen mit Kakadus festgestellt, dass diese eine Einsicht in die sogenannte „Objektpermanenz“ haben. Das heißt, die Vögel wissen auch dann noch, dass ein zunächst sichtbarer Gegenstand weiterhin existiert, wenn er längst aus ihrem Blickfeld verschwunden ist. Im Rahmen der Versuchsreihe wendeten die Wissenschaftler Tests an, die ein französischer Psychologe in den 1950er Jahren entwickelt hatte, um das räumliche Gedächtnis und die Verfolgungsfähigkeiten von Kindern und Tieren zu messen. Die Kakadus bekamen bei den Versuchen beispielsweise eine Nuss vorgelegt, die dann in einem von mehreren Hütchen versteckt wurde. Diese wurden entweder mehrmals verschoben, auf einem rotierenden Brett aufgestellt oder die Forscher trugen die Kakadus mehrmals um die in einer Reihe aufgestellten Hütchen herum. Trotz dieser verschiedenen Verwirrungsversuche konnten die Kakadus die Nüsse jedoch problemlos wiederfinden, egal welche dieser Testmethoden angewandt wurde. „Wir vermuten, dass die Fähigkeit zu fliegen und aus der Luft Beute zu fangen möglicherweise stark ausgeprägte räumliche Rotationsfähigkeit benötigt und die Leistung der Tiere in Translokations- und Rotationsaufgaben beeinflussen könnte“, erklärte eine der Wissenschaftlerinnen.

Quelle: „Kakadus haben Sinn für ‘Objektpermanenz‘“, der Standard, 29.07.2013 (http://derstandard.at)

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