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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Neues Projekt erforscht Entwicklung des Weißstorchbestandes

Im Rahmen eines Projektes zur Erforschung der Bestände und Lebensräume von Weißstörchen, das der World Wildlife Fund for Nature (WWF) zur Zeit durchführt, sind jetzt vier junge Störchen in Niederösterreich mit Kennringen an den Beinen ausgestattet worden. Die Kunststoffringe enthalten eine bestimmte Zahlen-Buchstaben-Kombination, die es ermöglicht, die Vögel zu identifizieren, wenn sie beobachtet, gefangen oder tot aufgefunden werden. Nach Angaben des WWF sollen die Ringe Auskunft über die Zugrouten und Winterquartiere der Störche und die Qualität ihrer Lebensräume geben. Durch diese Maßnahme wird es möglich, die Entwicklung des Weißstorches, der auf die Erhaltung seines Lebensraumes angewiesen ist, über viele Jahre zu verfolgen. „Die Störche sind auf eine natürliche Gewässerdynamik angewiesen. Bleiben die jährlichen Überschwemmungen der Auewiesen aus, finden sie zu wenig Nahrung“, erklärte die WWF-Projektleiterin. Mitte August verlassen die Jungstörche die Kolonie in Niederösterreich und fliegen zum Überwintern bis nach Südafrika. Die Weißstorchkolonie in den niederösterreichischen March-Thaya-Auen ist die größte baumbrütende Kolonie in Mitteleuropa und umfasst zehn Prozent der gesamten Weißstorchpopulation in Österreich. Jährlich brüten in dieser Region rund 50 Vogelpaare, die ihre Horste dort bevorzugt auf den riesigen Eichen errichten. Neben den Eichen stellen vor allem die überschwemmten Auenwiesen die wichtigste Lebensgrundlage für die Störche des Reservates dar. Hier finden sie genügend Nahrung, die vorwiegend aus Insekten, Fröschen, Krebsen und kleinen Fischen besteht. Die March-Thaya-Auen bilden die artenreichste Flusslandschaft Österreichs und beherbergen über 500 gefährdete Tier- und Pflanzenarten und eine besonders große Vielfalt an Vogelarten.

Quelle: „Junge Weißstörche bekamen Kennringe“, der Standard, 08.07.2013 (http://derstandard.at)

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