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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Millionen von Zugvögeln verenden in Fangnetzen

Momentan erreichen uns ziemlich beunruhigende Nachrichten von der ägyptischen Mittelmeerküste, denn die Medien berichteten von Netzen, die dort über eine Strecke von etwa 700 km Länge ausgelegt wurden, um damit Vögel einzufangen. Anschließend werden die Tiere dann auf ägyptischen Märkten und in zahlreichen Restaurants als Delikatesse angeboten. Die meisten Zugvögel haben kaum eine Chance, den Fangnetzen zu entkommen, da diese ihren Weg auf der Suche nach Rastplätzen blockieren. Die tatsächliche Anzahl der auf diese Weise gefangenen Vögel kann zwar nur geschätzt werden aber Experten gehen von mehreren Millionen pro Jahr aus. Es ist zwar bekannt, dass Singvögel auf den Speisekarten vieler südeuropäischen und nordafrikanischen Länder stehen, aber noch nie wurde der Vogelfang mit Hilfe der Netze so umfangreich praktiziert. Die ausgelegten Netze sind nicht mehr nur auf Teile der ägyptischen Küstenregion begrenzt, sondern reichen nun von Libyen über die komplette Küstenlinie Ägyptens bis hin zum Sinai. Die wenigen Vögel, die den Fangnetzen doch noch entkommen, werden meist erschossen. Diese Art des Vogelfangs ist in Ägypten zwar weitgehend illegal, aber das wird meist ignoriert. Darüber hinaus hat das Land internationale Übereinkommen zum Schutz der Vögel unterzeichnet aber die daraus resultierenden Gesetze haben sich bisher kaum durchgesetzt. „Die Mehrheit unserer Arten leidet unter dem Verlust des Lebensraumes und dem Klimawandel; Arten wie etwa der Fitislaubsänger, die Nachtigall, der Steinschmätzer und die Nachtschwalbe sind zusätzlich durch den massiven Vogelfang in Ägypten beeinträchtigt“, erklärte ein Vogelexperte des Naturschutzbundes NABU.

Quelle: „Trapping of millions of birds in Egypt threatens European bird populations“, Wildlife Extra, Mai 2013 (http://www.wildlifeextra.com/go/news)

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