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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Neue Erkenntnis zur Magnetfeld-Orientierung der Vögel

Wiener Forscher haben im Rahmen einer Studie neue Erkenntnisse über die Magnetfeld-Orientierung bei Vögeln gewonnen. Die Wissenschaftler entdeckten in bestimmten sensorischen Nervenzellen im Innenohr der Vögel eisenhaltige Kügelchen, bei denen es sich um die bisher verzweifelt gesuchten Magnetrezeptoren handeln könnte. Bisher ist nämlich nach wie vor unklar, wie sich die Zugvögel am Magnetfeld der Erde orientieren, obwohl die Wissenschaft sich schon einige Jahre mit dieser Frage beschäftigt. Die Kügelchen befinden sich nach Angaben der Forscher in den sogenannten Haarzellen im Innenohr der Vögel, die eine wesentliche Rolle beim Hören und bei der Wahrnehmung der Schwerkraft spielen. Jede Haarzelle enthält genau an derselben Stelle direkt unter den Sinneshaaren ein solches Kügelchen. „Wir finden diese Eisenkügelchen bei allen untersuchten Vögeln, von der Taube bis zum Strauß, jedoch nicht beim Menschen“, erklärte der Entdecker dieser neuen Erkenntnis. Auch im Vogelschnabel gibt es nach Angaben der Wissenschaftler eisenreiche Zellen, bei denen es sich aber lediglich um Blutzellen handeln soll und nicht wie bisher angenommen um die gesuchten Magnetfeld-Sensoren. „Die nun gefundenen Zellen sind wesentlich plausiblere Kandidaten für die gesuchten Magnetsensoren, denn es handelt sich hier definitiv um Nervenzellen“, berichtete der Forscher. Dennoch ist nach Angeben der Wissenschaftler noch jede Menge Forschungsarbeit erforderlich, um den Magnetsinn der Vögel zu verstehen. Denn wie die Eisenkügelchen im Rahmen der Magnetfeld-Orientierung genau funktionieren, ist noch unklar.

Quelle: “Neue These zur Magnetfeld-Orientierung bei Vögeln“, der Standard, 25.04.2013 (http://derstandard.at)

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