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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Seltene Vogelart hatte Glück im Unglück

Auf einigen tropischen Pazifikinseln leben noch heute ziemlich große Vogelarten, von denen es aber ohne den Eingriff des Menschen noch viel mehr geben würde. Nach Angaben der Wissenschaftler hat der Mensch seit der Besiedlung der Inseln schätzungsweise etwa 1300 Arten ausgerottet. So gehört beispielsweise die Südinseltakahe, die ausschließlich auf der neuseeländischen Südinsel lebt, zu den selteneren Vogelarten. Sie gehört zur Familie der Rallenvögel, die etwa so groß wie Hausgänse werden. Es gibt mittlerweile nur noch etwa 250 Exemplare dieser Art auf der Südinsel. Die Südinseltakahe wurde 1882 erstmals wissenschaftlich beschrieben und galt bereits 12 Jahre später als ausgestorben. Ihr Überleben in Form der kleinen Südinsel-Population gilt nach Angaben der Forscher fast schon als ein Wunder. Ein Zoologenteam aus London hatte Fossilien von 41 verschiedenen Tropeninseln wie beispielsweise Hawaii, Fidschi oder Neuseeland untersucht und dabei errechnet, wie viele Vogelarten dort nach der Besiedlung durch den Menschen vor etwa 4000 Jahren ausgestorben sind. „Wenn wir alle Inseln im tropischen Pazifik mitzählen und auch alle See- und Singvogelarten, dann dürfte der Mensch ungefähr 1300 Vogelarten ausgerottet haben“, klagten die Zoologen. Mit der Ankunft des Menschen wurden die Lebensräume der Tiere durch Abholzung von Wäldern zerstört und vor allem die Vogeljagd stellte eine immense Bedrohung für viele Arten dar. Die Südinseltakahe hatte Glück im Unglück – sie wurde 1948 wiederentdeckt und ist nun Teil eines Schutzprogramms, das den Bestand der Tiere sichern soll.

Quelle: „Die große Riesenvogel-Ausrottung“, der Standard, 25.03.2013 (http://derstandard.at)

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