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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Seltene Kakadu-Art in Gefahr

Die Philippinen sind die Heimat der Rotsteißkakadus, die auf der roten Liste der bedrohten Arten weit oben stehen. Mittlerweile leben nur noch etwa tausend Vögel in der freien Wildbahn. Die größte Population der noch existierenden Rotsteißkakadus bewohnt die kleine Koralleninsel Rasa, die der größeren Insel Palawan, die im Westen der Philippinen liegt, vorgelagert ist. Doch die kleine Koralleninsel kann die Vögel nicht ernähren, so dass diese regelmäßig ihre Futterplätze auf Palawan aufsuchen müssen. Genau gegenüber von Rasa hat die philippinische Regierung aber jetzt den Bau eines Kohlekraftwerks geplant, das mit seinen qualmenden Schloten die Flugroute der Kakadus zu den Futterplätzen auf der Insel Palawan versperren würde. Damit wäre die Existenz der auf Rasa lebenden Kakadu-Population, die aus etwa 250 Tieren besteht, erheblich gefährdet. Noch vor etwa 30 Jahren war diese Kakadu-Art noch auf den gesamten Philippinen verbreitet, doch Waldrodung, Landwirtschaft und Bergbau zerstörten ihre Lebensräume und vor allem der illegale Tierhandel bedroht ihre Existenz. Der Bau des Kohlekraftwerks würde für weitere 250 Exemplare dieser seltenen Papageienart das Ende bedeuten. Obwohl Fachleute aus den eigenen Reihen und der betroffene Gemeinderat eine Verlegung des Baustandortes empfohlen haben und auch die meisten Einwohner gegen das Bauvorhaben sind, schaltet die philippinische Regierung bisher auf stur. Natur- und Artenschützer schlagen nun Alarm und versuchen die Drahtzieher des Bauvorhabens unter anderem mit Hilfe von Protestaktionen umzustimmen.
Quelle: „Philippinen: Kohlekraftwerk bedroht Kakadus“, Rettet den Regenwald e.V., 08.03.13 (http://www.regenwald.org)

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