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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Erfolgreiches Schutzprojekt rettet seltene Vogelart

Mit seinem sehr erfolgreichen Projekt zur Erhaltung der seltensten neuseeländischen Kiwi-Art, konnte das Department of Conservation in Neuseeland durch die Auswilderung weiterer neun Vögel einen großen Durchbruch erzielen. Dank dieses Schutzprojektes gelang es, die im Jahre 1998 nur noch 200 Vögel umfassende Population der Rowi Kiwis bis heute zu verdoppeln. Dies war unter anderem durch den Einsatz eines Antennen-Verfolgungs-Systems möglich, das den Rangern das Auffinden der Kiwis erleichterte. Im Normalfall würde der Nachwuchs der Brutpaare nämlich in freier Wildbahn mit fast 95prozentiger Wahrscheinlichkeit nach dem Schlüpfen sofort den Hermelinen zum Opfer fallen. Daher sammeln die Ranger des Departments die Eier der Rowi Kiwis ein, bevor die Küken schlüpfen und übergeben sie dem neuseeländischen West Coast Wildlife Centre, wo sie künstlich ausgebrütet werden. Nach dem Schlüpfen werden die Jungvögel in einem Gebiet freigelassen, wo sie keine natürlichen Feinde wie das Hermelin oder andere Raubtiere zu befürchten haben. Sobald die Kiwis dann ausgewachsen und kräftig genug sind, sich gegen Raubtierattacken zu wehren, werden sie wieder in ihren ursprünglichen Lebensraum, aus dem die Ranger einst die Eier entnommen haben, gebracht. Die Umsetzung des Schutzprojektes war nach Angaben der Sprecherin der Department-Ranger nur mit der Unterstützung verschiedener Sponsoren und der Initiative zur Übernahme von Kiwi-Patenschaften möglich. „Wir haben aber noch einen langen Weg vor uns“, erklärte die Geschäftsführerin einer weiteren neuseeländischen Schutzinitiative für Kiwis. „Irgendwann würden wir nämlich die Population der Rowi Kiwis gerne in Sicherheit wägen und wachsen sehen, ohne dass der Mensch eingreifen muss. Doch bevor wir die Ratten und Hermeline nicht völlig unter Kontrolle haben, werden wir weiterhin mit dem Department of Conservation und den lokalen Verbänden zusammenarbeiten, um die Rowi Kiwis zu schützen.“

Quelle: „Rarest kiwis released into the wild as numbers double in 15 years“, Wildlife Extra, Jan 2013 (http://www.wildlifeextra.com/go/news)

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