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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Gefiederte Stadtbewohner singen lauter

Mittlerweile lassen sich immer mehr Vögel in städtischen Lebensräumen nieder, obwohl sie dort einige Nachteile in Kauf nehmen müssen. Nachteilig sind für die Tiere vor allem die höheren Licht- und Lärmbelastungen in den Städten. Auf der anderen Seite finden sie dort aber mehr Nahrung und haben vielfältigere Brutmöglichkeiten als in der Wildnis. Allerdings müssen sich die Vögel in vielen Bereichen des alltäglichen Lebens an die Bedingungen ihrer urbanen Lebensräume anpassen. So singen sie bis in die Nacht hinein, um beispielsweise Partnervögel anzulocken, weil der Straßenlärm erst zu späterer Stunde nachlässt. Forscher haben auch herausgefunden, dass beispielsweise in Städten lebende Amseln in einer wesentlich höheren Tonlage singen als inmitten der Natur, um den Lärm im Straßenverkehr so gut es geht zu übertönen. Wissenschaftler des Max-Planck-Institutes für Ornithologie in Bayern haben bei Tests mit Amseln in Wien herausgefunden, dass die Vögel höhere Töne lauter produzieren konnten. Sie hatten zusätzlich einige Amseln von Hand aufgezogen, um die Zusammenhänge von Tonhöhe und Lautstärke des Vogelgesangs unter kontrollierten Bedingungen genauer zu untersuchen. Dabei stellten die Forscher schließlich fest, dass die größere Lautstärke der höheren Gesänge für die Vögel die effektivste Art darstellte, um den Straßenlärm der Städte zu durchdringen.

Quelle: „Wiener Amseln singen lauter“, der Standard, 09.01.2013 (http://derstandard.at)

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