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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Kalter Herbst gefährdet Brutsaison des Kakapo

Der Kakapo, bei dem es sich um die einzige bekannte flugunfähige Papageienart handelt, ist akut vom Aussterben bedroht. Auf der südpazifischen Insel Codfish Island, die im Süden Neuseelands liegt, wird ein Projekt zur Erhaltung der dort lebenden Kakapo-Population durchgeführt. Durch den vergangenen kalten Herbst ist jedoch die Brutsaison der seltenen Vogelart gefährdet, denn die extreme Kälte hat sich negativ auf das Wachstum der Rimu-Früchte ausgewirkt. Die Früchte der Rimu-Bäume sind jedoch Hauptbestandteil der Ernährung für den Kakapo, der seine Nestlinge bevorzugt mit diesen Früchten füttert. In den vergangenen Monaten wurden auf der Insel etwa 15 Nester für die Brutsaison der Vögel vorbereitet, von denen aber nach Angaben der Projektleiterin wohl nur wenige genutzt werden, da die Rimu-Bäume zu wenig Früchte tragen. Wissenschaftler gehen nämlich davon aus, dass sich die verfügbare Menge der Früchte auf den Bruterfolg der Vögel auswirkt. „Man geht davon aus, dass der weibliche Kakapo die ausreichende Verfügbarkeit der Früchte als Aufruf zum Brüten versteht“, erklärte die Projektleiterin. Die aktuelle Zählung der Rimu-Früchte hat gegenüber der vorherigen Bestandsaufnahme einen Wachstumsrückgang von 67 Prozent für diese Saison ergeben. Dennoch sollen zumindest einige Bäume trotz des kalten Herbstes reiche Früchte tragen, so dass man zumindest noch auf einige wenige Bruterfolge hoffen darf. Nach Angaben der am Projekt beteiligten Wissenschaftler sollen den Vögeln zusätzliche Futterpellets angeboten werden, in der Hoffnung, dass die Weibchen diese annehmen und ihre Nestlinge damit füttern.

Quelle: „Cold & wet spring kills hopes for kakapo breeding season”, Wildlife Extra, Dezember 2012 (http://www.wildlifeextra.com/go/news)

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