Papageienschutz aktuell-news

Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Brutale Fangmethode der Papageienschmuggler

Im westafrikanischen Kamerun wurde ein Schmuggler erwischt, als er sich mit 14 Graupapageien nach Nigeria absetzen wollte. Die Vögel wurden beschlagnahmt und gegen den Schmuggler leitete man rechtliche Schritte ein. Dieser Fall, bei dem Papageien im Regenwald gefangen wurden, zeigt auf der einen Seite die besondere Brutalität des Papageienhandels im Land, auf der anderen Seite aber auch, wie wichtig die unbezahlbare Arbeit der Tierschützer ist, die sich um das Wohl der wildlebenden Tiere kümmern. In der Absicht, die Graupapageien zu fangen, hatte der Schmuggler nämlich Zweige hoch oben in den Baumkronen mit einem Kleber beschmiert und dort einen Köder in Papageiengestalt angebracht, der die Vögel anlocken sollte. Nachdem schließlich einige Graupapageien in dem klebrigen Geäst stecken geblieben waren, entfernte der Schmuggler die Flugfedern der Tiere mit seinem Buschmesser. Damit wollte er verhindern, dass die Vögel davon fliegen. Die beschlagnahmten Papageien wurden im Limbe Wildlife Centre untergebracht und dort zunächst mit Medikamenten ruhig gestellt, damit das Veterinär-Team die Vögel behandeln konnte, ohne die gestressten Tiere noch mehr in Panik zu versetzen. Nach wenigen Tagen ließ die Anspannung der Graupapageien, die anfangs kaum einen Ton von sich gegeben hatten, nach und sie machten sich schon wieder lauthals bemerkbar. Die Vögel wurden zunächst in Quarantäne-Volieren untergebracht und sollen in die Flug-Volieren wechseln, sobald ihr Gesundheitsstaus dies zulässt und die Flugfedern nachgewachsen sind. Sobald die Graupapageien wieder voll flugfähig und so auch in der Lage sind, die langen Strecken auf ihren Wanderungen zurückzulegen, sollen sie nach Angaben des Limbe Wildlife Centre wieder in die Wildnis entlassen werden.

Quelle: „Parrots Glued to Trees Will Fly Free in Rainforest“, Care2, 17.12.2012 (http://www.care2.com)

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