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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Zugvögel wegen Dürre in Afrika unpünktlich

Im letzten Jahr wurden einige Zugvogel-Arten auf ihrem Weg nach Nordeuropa durch eine extreme Dürre am Horn von Afrika behindert. Die Vögel mussten nach Angaben von Wissenschaftlern ihren Zwischenstopp in der betroffenen Region erheblich verlängern, weil sie auf Grund der Dürre und des damit verbundenen geringen Nahrungsangebotes wesentlich länger brauchten, um ihre Energiereserven für den Weiterflug aufzutanken. Durch diese Verzögerung kamen sie viel später in Europa an als sonst und konnten auch erst später anfangen zu brüten. Nach Angaben der Forscher war die Verspätung der Zugvögel zunächst eher verwunderlich, da zahlreiche Singvögel ihre Brutgebiete auf Grund des Klimawandels eigentlich immer früher erreichten. Ein dänisches Forscherteam hatte schon 2009 verschiedene Zugvögel mit Mini-Sendern ausgestattet, um die Wanderung der Vögel zwischen Afrika und Europa in der Zeit zwischen 2009 und 2012 anhand der gespeicherten Daten zu verfolgen. Die Daten wurden mit den aus dieser Zeit vorhandenen Klima- und Umweltdaten abgeglichen und erbrachten so schließlich den Nachweis, dass tatsächlich die Dürre am Horn von Afrika dafür verantwortlich war, dass die Vögel im Frühjahr 2011 mit erheblicher Verspätung in Nordeuropa angekommen waren. Zugvögel, die am Horn von Afrika keine Rast gemacht hatten, kamen hingegen pünktlich in ihren europäischen Brutgebieten an. Nach Angaben der Wissenschaftler können demnach veränderte Umweltbedingungen an den Raststationen der Zugvögel den gesamten Ablauf der Vogelwanderungen beeinflussen. Eine Verzögerung des Vogelzugs kann sich sowohl auf den Bruterfolg als auch auf die Sterblichkeit einer Zugvogel-Population auswirken.

Quelle: „Dürre in Afrika führte zu Verzögerungen im Zugvogel-Reiseverkehr“, der Standard, 07.12.2012 http://derstandard.at)

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