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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Seltener Waldrapp von Jägern angeschossen

In der italienischen Toskana wurde vor kurzem ein mit GPS-Sender ausgestatteter Waldrapp aus Österreich von Jägern angeschossen und blieb schwer verletzt liegen, bis er von Förstern aufgefunden wurde. Nach Angaben einer italienischen Vogelschutzorganisation wurde der Vogel von mehreren Bleikugeln getroffen und trug schwere Verletzungen an den Füßen und Flügeln davon. Der Waldrapp wurde sofort operiert, soll sich aber auf Grund des großen Blutverlustes nach wie vor in Lebensgefahr befinden. „Das Waldrappteam aus Wien bemüht sich, diese beinahe ausgestorbenen Zugvögel zu retten. Es ist skandalös, dass diese Vögel bei uns angeschossen werden“, verurteilte die italienische Vogelschutzorganisation die Schussattacke auf den Vogel. Illegale Jagd war schon im 17. Jahrhundert der Hauptgrund für die Ausrottung der Waldrappe in Europa. Zur besseren Kontrolle dieser seltenen Vogelart wurden die Tiere mit GPS-Sendern ausgestattet. Das Wiener Waldrappteam zieht Küken aus Zoos von Hand auf und zeigt ihnen später mit Hilfe von Ultraleichtflugzeugen die Flugroute in geeignete Überwinterungsgebiete.

Quelle: „Österreichischer Waldrapp von Jägern schwer verletzt“, der Standard, 14.10.2012 (http://derstandard.at)

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