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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Wieder ein seltener Kakapo verendet

Schon wieder ist die noch existierende Population des seltenen Kakapo in Neuseeland um ein Exemplar ärmer, denn es wurde erneut ein toter Vogel entdeckt. Der Kakapo ist eine Papageienart, die nur in Neuseeland beheimatet ist. Dieser nachtaktive Vogel, der flugunfähig ist und sich vorwiegend von Pflanzen ernährt, ist akut vom Aussterben bedroht. Auf einer kleinen südpazifischen Insel im Süden von Neuseeland konnte die kleine Kakapo-Population dank eines Rettungsprojektes bisher noch erhalten werden. Die Vögel sind zur Überwachung mit Sendern ausgestattet, so dass ihr Aufenthaltsort stets bekannt ist. Ranger haben nun wieder einen toten Kakapo entdeckt, als sie den jährlichen Austausch der Sender bei den Tieren vornehmen wollten. Bei dem Vogel handelte es sich mittlerweile um den sechsten verendeten Kakapo innerhalb eines Jahres. Das Alter des Kakapo, der insgesamt acht Junge gezeugt hatte, war nicht genau bekannt. Nach Angaben des Projektleiters war das bisherige Rettungsprogramm zwar sehr erfolgreich und hat die einst nur noch aus 49 Exemplaren bestehende Kakapo-Population auf 131 Vögel anwachsen lassen aber die Todesfälle zeigen, dass diese Art nach wie vor extrem gefährdet ist. „Wir können davon ausgehen, dass wir die Anzahl der Vögel in der Population auch in den nächsten Jahren zu- und auch wieder abnehmen sehen, da ein Teil der Vögel möglicherweise schon sehr alt ist. Die gute Nachricht ist aber, dass mehr als die Hälfte der Kakapo Population aus jungen Vögeln im Brutalter besteht und man in diesem Sommer mit einer guten Brutsaison rechnen kann“, erklärte der Projektleiter.

Quelle: “Kakapo death reduces population to 125 birds“, Wildlife Extra, September 2012 (http://www.wildlifeextra.com)

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