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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Graupapageien müssen mehr Schutz erhalten

Die Organisation World Parrot Trust, die sich weltweit für den Schutz und das Wohl wildlebender und in Gefangenschaft lebender Papageien einsetzt, hat dazu aufgerufen, den Handel mit gefährdeten Papageienarten in zwei afrikanischen Ländern komplett zu stoppen. Das Handelsverbot soll für afrikanische Graupapageien gelten, die ungeachtet der vom Washingtoner Artenschutzabkommen vorgegebenen Richtlinien aus Kamerun und dem Kongo in andere Länder exportiert werden. Graupapageien gelten als extrem sprachbegabt und zahlreiche Forscher vergleichen ihre Intelligenz mit der eines Kleinkindes. Dies macht die Papageien zu beliebten Haustieren, so dass die damit verbundene hohe Nachfrage den Handel mit Graupapageien, die in der Wildnis gefangen werden, aufblühen lässt. Dieser Umstand hat inzwischen zu einer starken Dezimierung dieser Papageienart geführt, die inzwischen als weltweit bedroht gilt. Allein in den letzten zwei Jahrzehnten wurden nach Angaben der Papageienschutz-Organisation über eine halbe Million Graupapageien dem internationalen Handel auf legalem Wege zugeführt. „Es ist unerlässlich, dass diese wunderbaren und intelligenten Vögel endlich den Schutz erhalten, den sie brauchen“, mahnte der Projektleiter und Repräsentant des World Parrot Trust. „Es gibt keine Entschuldigung für Untätigkeit. Das Hauptziel des Washingtoner Artenschutzabkommens ist der Schutz wildlebender Tiere vor untragbaren Handelsaktivitäten. Gemessen daran ist der Handel mit Graupapageien völlig unhaltbar. Es muss sofort etwas unternommen werden, um diese bemerkenswerten Vögel zu schützen“, fügte der Geschäftsführer der Organisation hinzu.

Quelle: „World Parrot Trust urges Governments to end trafficking of wild African Grey Parrots“, Wild Life Extra, Juli 2012 (http://www.wildlifeextra.com)

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