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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Kolibris trotzen starken Regenfällen

Biologen der Universität im kalifornischen Berkeley beobachteten im Rahmen einer Studie, wie sich Niederschlag während des Flugs auf kleine Vögel wie Kolibris auswirkt. Die Forscher ließen mehrere kalifornische Annakolibris in einem Plexiglaswürfel umher fliegen, filmten die Flugbewegungen der Vögel und berechneten die Kräfte, die auf die Tiere einwirkten. Anschließend simulierten sie Niederschlag, indem sie mittels einer Dusche leichten, mittleren und schweren Regen auf die Kolibris niederprasseln ließen. Dabei stellten sie fest, dass die Vögel auf leichte bis mittlere Regenfälle nicht wesentlich reagierten. Erst bei starkem Regen änderten die Tiere ihren gewohnten Flugstil, indem sie sich jetzt eher waagerecht orientierten und die Frequenz ihrer Flügelschläge erhöhten. So waren die Kolibris nach Angaben der Wissenschaftler schließlich in der Lage, die volle Kontrolle über ihre Flugbewegungen zu behalten. Offensichtlich lassen sich die kleinen Vögel weder durch die Kräfte, die der starke Regen auf sie ausübt, noch durch die störenden Effekte des nassen Gefieders aus ihrer Flugbahn bringen. Nach Angaben der Forscher sind die Vögel nicht nur in der Lage, mitten im Flug das Wasser aus den Federn zu schütteln, sondern das Gefieder federt auch einen Teil der Tropfen elastisch ab. Da die Kleinvögel einen hohen Energieumsatz aufweisen, kommen sie nur kurze Zeit ohne Nahrung aus und müssen somit auch im Regen auf Nahrungssuche gehen. Daher ist die Fähigkeit, auch mit stärkeren Regenfällen klar zu kommen, nach Angaben der Biologen für die Tiere überlebenswichtig.

Quelle: „Standhaft: Schwerer Regen ficht Kolibris nicht an“, der Standard, 20.07.2012 (http://derstandard.at)

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