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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Papageien können logisch denken

Ein Wiener Forschungsteam hat im Rahmen einer Studie herausgefunden, dass einige Vogelarten zu beachtlichen Gehirnleistungen fähig sind. Die Verhaltensbiologen kamen vor allem zu dem Ergebnis, dass besonders Vögel, die in der Lage sind, ihr Futter vor anderen Tieren zu verstecken, mit logischen Schlussfolgerungen arbeiten. Dabei spielt die geringe Größe des Vogelhirns entgegen bisheriger Annahmen keinerlei Rolle. „Rein funktionell können sie alles, was wir Säugetiere auch können“, erklärte einer der an den Untersuchungen beteiligten Wissenschaftler. Im Zuge der Studie wurden Raben, Papageien und Graugänse vor verschiedene leichtere Aufgaben gestellt. So sollten sie beispielsweise nach dem Ausschlussverfahren ihr Futter auf der linken Seite suchen, sofern es rechts nicht zu finden war oder sie sollten soziale Beziehungen erkennen und ableiten. „Im Wesentlichen sehen wir: Im Vergleich zu Säugetieren sind Vögel im Bereich des logischen Denkens ziemlich auf einer Stufe. Einfache Operationen sind drin“, stellten die Forscher fest. Doch zumindest zwischen den einzelnen Vogelarten zeigten sich auf Grund verschiedener Verhaltensmuster in bestimmten Situationen Unterschiede in der Intelligenz. So ließen die Untersuchungen nach Angaben der Wissenschaftler den Schluss zu, dass die generelle Intelligenz bei Papageien stärker ausgeprägt ist, Grundstrukturen des logischen Schlussfolgerns hingegen bei allen getesteten Arten festgestellt werden konnten. Vögel weisen also generell logische und soziale Fähigkeiten auf, auch wenn man es gerade diesen bisher am wenigsten zugetraut hat, weil ihr Gehirn anders gebaut ist als das der Säugetiere.

Quelle: „Raben, Papageien und Graugänse können logische Denkaufgaben lösen“, der Standard, 22.07.2012 (http://derstandard.at)

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