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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Erfolgreiche Bartgeierbrut in freier Wildbahn

Im österreichischen Kärnten ist es erstmals seit 130 Jahre wieder zu einer erfolgreichen Bartgeierbrut in freier Wildbahn gekommen. Nach zwei gescheiterten Brutversuchen in den vergangenen Jahren hat ein Bartgeierpärchen es nun geschafft, ein Junges großzuziehen. Im Jahre 1913 wurde im Aostatal der letzte Alpenbartgeier geschossen, danach war diese Vogelart zunächst verschwunden. Seit den 1980er Jahren wurden Wiederansiedelungsprojekte gestartet, die bis heute fortgesetzt werden. Zunächst wurden in verschiedenen Ländern Tiere freigelassen, die in Zoos gezüchtet wurden. In Frankreich gab es dann 1997 den ersten Nachwuchs in freier Wildbahn, im österreichischen Kärnten kam 2010 nach 130 Jahren Stillstand nun auch wieder das erste Bartgeierjunge in Freiheit zur Welt. Ende Januar erfolgte nach Angaben der Wissenschaftler die Eiablage und knapp 2 Monate später schlüpfte das Junge schließlich. Bartgeier sind mit einer Flügelspannweite von bis zu 2,85 Meter größer als Steinadler und ernähren sich in der Regel von „Fallwild“, das heißt, von Tieren, die im Gebirge verunglückt sind. Die Jungtiere legen häufig weite Strecken zurück und werden meist erst im Alter von vier bis fünf Jahren sesshaft, um dann in einer lebenslangen Partnerschaft zu verbleiben. Die Brutpflege übernehmen die beiden Elterntiere gemeinsam. In der Alpenregion hat sich die Bartgeier-Population inzwischen soweit stabilisiert, dass die Auswilderung gezüchteter Tiere voraussichtlich 2014 beendet werden kann. Etwa 180 Tiere wurden bislang in den Alpen ausgesetzt und auch Ende Juni dieses Jahres findet wieder eine Freilassungsaktion statt. Für 2014 ist nochmals eine Auswilderung geplant und danach sollte die Bartgeier-Population nach Angaben der Wissenschaftler in der Lage sein, sich ohne fremde Hilfe selbst zu erhalten.

Quelle: „Erfolg bei erster wilder Bartgeierbrut seit 130 Jahren“, der Standard, 15.05.2012 (http://derstandard.at)

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