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Kohlmeisen sind hilfbereite Zeitgenossen

Wissenschaftler haben im englischen Oxford zwei Wochen lang eine Kohlmeisen-Population beobachtet und dabei herausgefunden, dass die Vögel aus benachbarten Nestern sich bei der Nestverteidigung gegen äußere Feinde gegenseitig helfen. Dies ist aber nach Angaben der Forscher meist nur der Fall, wenn sich die Vögel schon kennen. Vogelpärchen, die bereits im vergangenen Jahr in nebeneinander liegenden Gebieten gebrütet haben, greifen in der Regel ein, sobald sich eine Katze oder ein größerer Vogel an das Nest der Nachbarn heran machen. Kohlmeisenpaare, die zuvor noch nicht nahe beieinander gebrütet haben, sich also nicht kennen, helfen den Nachbarn seltener. Warum die Vögel sich überhaupt gegenseitig beim Nestschutz unterstützen ist nach Angaben der Wissenschaftler der Universität Oxford, die diese Studie durchgeführt haben, bisher noch unklar. Sie vermuten, dass nebeneinander brütende Kohlmeisen auch in anderen Alltagssituationen, wie etwa bei der Nahrungssuche, miteinander zu tun haben und so mit der Zeit eine kooperative Verhaltensweise entwickeln. Die Forscher gehen auch davon aus, dass dieses kooperative Verhalten möglicherweise mit verantwortlich dafür ist, dass vertraute Nachbarvögel mehr Nachkommen haben als neu dazu gestoßene Artgenossen.
Quelle: „Bei der Nestverteidigung sind Kohlmeisen hilfsbereite Nachbarn“, der Standard, 01.05.2012 (http://derstandard.at)

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