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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Seltene Vögel in Italien verschwunden

Seit etwa einem Jahrzehnt versuchen Wissenschaftler den Waldrapp in Europa mit Hilfe von Rettungsprogrammen wieder anzusiedeln, erleben aber durch die illegale Jagd auf die Vögel immer wieder Rückschläge. Der Waldrapp, auch europäischer Ibis genannt, galt in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts in Mitteleuropa als ausgerottet. Erst Ende des 19. Jahrhunderts entdeckte man Restpopulationen dieser Art in Nordafrika und im Nahen Osten. Die Programme zur Wiederansiedelung des Vogels sind vor allem durch die illegale Jagd gefährdet. So verschwanden allein während der herbstlichen Vogeljagd im letzten Jahr 15 Tiere in Italien. Zum Schutz der Waldrappe, die den Sommer unter der Obhut der Forscher in Bayern und den Winter im Süden verbringen, wurde diese nun mit GPS-Sendern ausgestattet. Damit haben die Wissenschaftler die Möglichkeit, den Weg der Vögel genau zu verfolgen und die Tiere so besser zu kontrollieren. Die verschwundenen Waldrappe, von denen einige mit Schrotkugeln im Körper tot aufgefunden wurden, waren wahrscheinlich größtenteils Wilderern zum Opfer gefallen. Ende März sollen wieder einige Waldrappe von der Toskana nach Bayern zurückfliegen. Die GPS-Sender werden ihre Position bestimmen und die Daten per SMS an das Forscherteam senden. „Diese Technologie erlaubt uns, die Aufenthaltsorte aller Vögel permanent zu kontrollieren. Dadurch ergeben sich ganz neue Möglichkeiten für den Schutz unserer Vögel und die Forschung“, erklärte der Projektleiter.

Quelle: „ Waldrappe fliegen jetzt mit GPS“, Der Standard, 14.03.2012 (http://derstandard.at)

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