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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Plötzlicher Kälteeinbruch fatal für Vögel im Wattenmeer

Der plötzliche Wintereinbruch Anfang Februar dieses Jahres hat der Tierwelt im Wattenmeer das Überleben nicht gerade leicht gemacht. Viele Zugvögel haben das Wattenmeer auf Grund der milden Temperaturen zu Beginn des Winters gar nicht erst in Richtung Süden verlassen. Der plötzliche Temperaturumschwung hat einen Großteil der Zugvögel bewogen, das nördliche Wattenmeer dann mit Verspätung doch noch in Richtung Südwesten zu verlassen. Die Tiere aber, die in der Region ausgeharrt haben, mussten Hunger leiden, weil die Wattflächen, auf denen die Vögel sonst ihre Nahrung finden, völlig vereist waren. Auch das Gefieder der Vögel war teilweise vereist und ihre Beine wiesen in vielen Fällen schon Erfrierungen auf. Zahlreiche Tiere verendeten auf Grund der extremen Kälte und fehlender Nahrungsangebote. Anfang Februar wurden alleine an einem kleinen Küstenabschnitt bei Büsum mehr als 90 tote Vögel entdeckt, bei denen es sich vorwiegend um Austernfischer handelte. Lediglich Vogelarten wie Seeadler und Möwen waren von der Situation weniger betroffen, da sie sich auch von Aas ernähren. Ihnen fehlte es auf Grund der zahlreichen Tiere, die dem plötzlichen Wintereinbruch zum Opfer gefallen waren, nicht an einem ausreichenden Nahrungsangebot.
Quelle: „Vögel im Wattenmeer eiskalt erwischt“, NABU.de, 09.02.2012 (http://www.nabu.de/themen/meere/wattenmeer/meldungen)

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