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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Milde Wintertemperaturen verwirren die Vogelwelt

Da der Winter in verschiedenen Regionen Deutschlands und Österreichs bisher extrem mild ausgefallen ist, konnten Wissenschaftler vielerorts unübliche Verhaltensweisen in der Tierwelt beobachten. So kommt es vor, dass man in der Natur schon jetzt die Balzgesänge der Blau- und Kohlmeisen oder das Klopfen der Spechte hören kann. Nach Angaben der Ornithologen haben es vor allem kleinere Vögel wie die Kohlmeise in milden Wintern jedoch leichter, Nahrung zu finden, was sich möglicherweise auf die Bestände im Frühjahr positiv auswirken könnte. Ebenso ist es wahrscheinlich, dass die Sterblichkeitsrate bei den Kleinvogelarten im derzeitig milden Winter geringer ausfallen wird. Sowohl einige Greifvogelarten als beispielsweise auch die Stockenten und Kornweihen bleiben momentan eher in ihren Brutgebieten im Norden Europas und sind daher in unseren Breitengraden seltener anzutreffen als während der kalten Winter. „Wir hatten vor kurzem eine Zählung, die ergab, dass die Anzahl der Kornweihen weitaus geringer ist als sonst“, erklärte ein Ornithologe. Ähnlich sollen sich auch die heimischen Vogelarten verhalten, die es zur Zeit ebenfalls weniger in den Süden zieht. Zumindest in Westösterreich und den Gebirgsregionen könnte sich das jedoch nach Angaben der Forscher auf Grund des aktuellen Wintereinbruchs noch ändern. Lediglich Vögel, die normalerweise lange Reisewege zurücklegen, reagieren nicht auf solche temporären Temperaturschwankungen. „Die Langstreckenzieher haben ihr fixen Programme, die sie durchführen“, erklärte der Ornithologe.

Quelle: „Warmer Winter stiftet Verwirrung in der Tierwelt“, Der Standard, 12.01.2012 (http://derstandard.at)

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