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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Vogelarten profitieren von gemischten Brutkolonien

Nach Angaben von Wissenschaftlern verschiedener italienischer Universitäten leben im Süden des Landes zwei völlig ungleiche Vogelarten in gemischten Brutkolonien. Rötelfalken und Dohlen leben in dieser Region in friedlicher Koexistenz nebeneinander und brüten nicht nur in der jeweils eigenen Kolonie, sondern auch in  der des Nachbarn, wie die Forscher beobachten konnten. Zwei Vogelarten, die normalerweise Feinde sind, profitieren also in diesem Fall von den gemischten Brutkolonien. Besonders bevorzugte Brutplätze sind beispielsweise  landwirtschaftliche Gebäude inmitten von Getreidefeldern. Dort findet man im Süden Italiens häufig Rötelfalken und Dohlen nebeneinander – nach Angaben der Wissenschaftler zu häufig, um dies als bloßen Zufall erklären zu können. Aus dem Verhalten der Vögel in den gemischten Kolonien zogen sie den Schluss, dass sich beide Arten durch ihren Zusammenhalt gegenseitig vor anderen Raubtieren schützen. Beide Vogelarten führen Patrouillenflüge durch, so dass der einzelne Vogel insgesamt weniger belastet ist. Ebenso mussten die einzelnen Elterntiere weniger Zeit damit verbringen, ihr Nest zu hüten und konnten stattdessen vermehrt auf Nahrungssuche gehen. Sowohl für die Falkenpopulation als auch für die Dohlen bedeutet diese Art von Koexistenz neben einem Mehr an Sicherheit auch Energieersparnis und einen geringeren Zeitaufwand für die Brutaktivitäten.

„Dohlen und Falken schließen einen Waffenstillstand“, Der Standard, 26.12.2011 (http://derstandard.at)

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