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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Hunderttausende Zugvögel gefährdet

Hunderttausende Zugvögel, die in einer chinesischen Provinz am größten Süßwassersee des Landes überwintern, leiden unter den Folgen einer Nahrungsknappheit. Auf Grund geringer Niederschläge fällt das Wasserniveau des Sees ständig weiter, so dass die Vögel dort nach Angaben der Tier- und Pflanzenschutzbehörde nicht mehr genügend Nahrung finden. Daher soll ein Hubschrauber Mais und Krabben über dem See abwerfen, um den Mangel an Plankton, Fischen und Wasserpflanzen, von denen sich die meisten Vögel hauptsächlich ernähren, auszugleichen. Zur Zeit überwintern in dieser Region etwa eine halbe Million Vögel, die ihre Winterquartiere üblicherweise im März  erst wieder verlassen. Von der Trockenheit betroffen sind neben den gefährdeten Mönchskranichen vor allem auch die extrem seltenen Weißnackenkraniche und Schwanengänse. Etwa 60 Prozent des gesamten Bestandes der noch existierenden Schwanengänse überwintern an dem chinesischen Süßwassersee, so dass sich die Nahrungsknappheit besonders auf diese Art negativ auswirkt. Extrem gefährdet sind durch diese Situation auch die Nonnenkraniche, von denen es insgesamt nur noch etwa 3000 Tiere gibt, die zu 98 Prozent ebenfalls am See überwintern.

Quelle: „Luftbrücke für hungernde Zugvögel“, Der Standard, 11.01.2012 (http://derstandard.at)

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