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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Zahlreiche Seevögel fallen Ölkatastrophe in Neuseeland zum Opfer

Anfang Oktober war ein Containerschiff, das unter anderem Schweröl geladen hatte, vor der neuseeländischen Nordküste havariert. Das Schiff, das inzwischen auseinanderzubrechen droht, war an einem Riff auf Grund gelaufen. Das Unglücksgebiet befindet sich unmittelbar vor einer Bucht, die als Paradies für zahlreiche Seevogelarten, Delfine und Wale gilt. Bergungsmannschaften gelang es bisher, von den insgesamt 1700 Tonnen Öl, die das Schiff geladen hatte, etwa 150 Tonnen abzupumpen. In der Nähe des Riffs wurde ein 100 Kilometer langer Sandstrand aus Sicherheitsgründen für Besucher gesperrt und zahlreiche Vögel von freiwilligen Helfern geborgen. Von den ölverschmierten Seevögeln konnten 288 Tiere in einer Auffangstation versorgt werden, während mehr als 1.300 Vögel verendeten. Selbst in einer Bucht, die 200 Kilometer von der Havariestelle entfernt liegt, wurden inzwischen tote Vögel und öliger Schlick angeschwemmt. Seit dem Unfall gelangten 350 Tonnen Öl ins Meer, von denen bisher lediglich 100 Tonnen abgepumpt werden konnten. Nach Angaben der Naturschutzorganisation World Wildlife Fund (WWF) hätte das Auseinanderbrechen des Containerschiffes langfristig  verheerende Folgen für die Umwelt, denn das Schweröl könnte so in die Nahrungskette gelangen. Schätzungsweise sind mehrere Tausend Sturmvögel, die teilweise auch auf nahe gelegenen Inseln brüten, durch die Ölkatastrophe gefährdet. Betroffen sind ebenso Pinguine, von denen einige verölte Tiere geborgen und versorgt werden konnten. Mehrere Vogelarten wie Regenpfeifer, Austernfischer und Seeschwalben haben inzwischen an den Sandstränden zu brüten begonnen und laufen Gefahr, bei Sturmfluten samt Eiern oder Küken von Öl überspült zu werden und qualvoll zu verenden. Doch nicht nur Seevögel, sondern auch Wale, Delfine und Seebären sind durch die Ölkatastrophe gefährdet. Ihre Auswirkung auf Schalen- und Krustentiere sowie andere Meerestiere, die vielen Tieren als Nahrungsgrundlage dienen, wäre katastrophal, da das Öl damit in die Nahrungskette gelangen würde.

Quellen: „Neuseeländischer Touristenbucht droht schwere Ölkatastrophe“ (11.10.2011), „Öl-Abpumpen vor Neuseeland: Mannschaften kommen voran“ (20.20.2011), Der Standard (http://derstandard.at); „New Zealand oil spill  threatening wildlife“, Wildlife Extra, Oktober 2011 (www.wildlifeextra.com/go/news)

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