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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Ranger entdecken zwei tote Kakapos

Auf Codfish Island, einer kleinen südpazifischen Insel westlich der Stewart-Insel im Süden von Neuseeland und auf einer Insel im Fjordland-Nationalpark, dem größten Nationalpark Neuseelands, entdeckten Ranger jeweils ein totes Kakapo-Weibchen. Beide Inseln sind Vogelschutzgebiete, die besonders dem Kakapo, einem flugunfähigen und nachtaktiven Papagei, der in Neuseeland beheimatet und vom Aussterben bedroht ist, als Lebensräume dienen. Einer der beiden tot aufgefundenen Vögel war in der Brutsaison 2009 geschlüpft, während der andere schon aus dem Jahr 2002 stammt. Der jüngere Kakapo war vermutlich etwa zehn Tage vor seiner Entdeckung durch die Ranger verendet, während der ältere Vogel schon länger tot auf der Insel im Nationalpark gelegen haben musste. Nach Angaben der Projektleiterin des Kakapo-Schutzprogrammes konnte auf Grund der unterschiedlichen Todeszeit der beiden Vögel ein möglicher Zusammenhang weitgehend ausgeschlossen werden. Der Grund für den Tod der beiden Papageien ist allerdings nach wie vor unklar, nachdem erste Untersuchungen keine Auffälligkeiten ergeben hatten. Gewebeproben der beiden Kakapos wurden für weitere Untersuchungen an eine neuseeländische Universität weitergegeben. Der Verlust der beiden seltenen Papageien ist nach Angaben der Projektleiterin eine Schande und zeigt, dass diese Art trotz erfolgreicher Schutzprojekte nach wie vor extrem gefährdet und anfällig ist. Jedoch stehen die Bemühungen, den Kakapo zu erhalten und seinen Bestand zu erweitern, unter einem guten Zeichen, denn etwa die Hälfte der noch existierenden Population besteht aus jungen Vögeln im brutfähigen Alter.

Quelle: „Two kakapo found dead“, Wildlife Extra, September 2011 (http://wildlifeextra.com/go/news)

 

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