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Bernstein mit kreidezeitlichen Federn entdeckt

Forscher haben im westlichen Kanada einen Bernstein, bei dem es sich um das fossile Harz urzeitlicher Bäume handelt, mit interessantem Inhalt entdeckt. Das Daumennagel große Bernsteinstück enthielt Federn, die der späten Kreidezeit zugeordnet werden konnten und zwischen 70 und 85 Millionen Jahre alt sind. Die im Bernstein eingeschlossenen Federn stammen sowohl von Dinosauriern als auch von frühen Vögeln und lassen auf Grund ihres guten Erhaltungszustandes sogar Rückschlüsse auf die Farbe der Tiere zu. Bei den meisten der bisherigen fossilen Federfunde handelte es sich nach Angaben der Wissenschaftler um sehr kohlenstoffhaltige Verdichtungen, bei denen strukturelle Details größtenteils nicht mehr zu erkennen waren. In Bernstein eingeschlossen, bleiben Struktur und Färbung der Federn gut erhalten, die so neue Erkenntnisse über die Entwicklung der Federn liefern. Nach Angaben der Wissenschaftler enthielt der Bernsteinfund einerseits primitive Urfedern mit einem einzigen Federschaft, die denen von nicht fliegenden Dinosauriern ähneln und andererseits sind auch moderne Federn erhalten geblieben. Diese zeichnen sich durch mehrere Verästelungen aus, und ermöglichten den Tieren sowohl das Fliegen als auch das Tauchen. Forscher ordnen sie den Vögeln aus der späten Kreidezeit zu und betrachten sie als vergleichbar mit den Federn heutiger Tauchvögel wie beispielsweise den Lappentauchern. Die im Bernstein enthaltenen Pigmentzellen weisen darauf hin, dass die Federn der Tiere ähnlich gefärbt waren wie die heutiger Vögel.

Quelle: „Fabelhafte Federfunde“, Der Standard, 16.09.2011 (http://derstandard.at)

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