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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Wasservogelbestand regional stark rückläufig

Wissenschaftler haben etwa 310 Seen und Weiher in Oberschwaben über einen Zeitraum von 40 Jahren untersucht und dabei festgestellt, dass der Bestand an Wasservögeln in dieser Region insgesamt um 70 Prozent zurückgegangen ist. Die Studie konzentrierte sich auf etwa 30 Wasservogelarten, deren Bestandsentwicklung in der Zeit von 1967 bis 2008 beobachtet wurde und zeigte, dass einige Vogelarten in den vergangenen Jahren fast ausgestorben sind. Betroffen von dem dramatischen Bestandsrückgang in der zwischen Donau, Bodensee, Österreich und dem Lech gelegenen Region Oberschwaben sind unter anderem Rohr- und Zwergdommeln aus der Familie der Reiher, Drosselrohrsänger und Knäkenten. Sogar Arten wie beispielsweise das Teichhuhn oder die Wasserralle, die dort früher häufig vorkamen, sind  inzwischen selten geworden. Nach Angaben der Forscher liegt der extreme Rückgang der Wasservögel in der verstärkten Freizeitnutzung der Landschaften, dem vermehrten Raubfischbesatz in den Gewässern und den Veränderungen der Lebensräume durch Verlandung infolge von Überdüngung begründet. Nach Angaben des Naturschutzbundes Deutschland e.V. (NABU), der an den jahrzehntelangen  Untersuchungen beteiligt war, kann eine weitere Dezimierung der Vogelarten nur gestoppt werden, wenn der Mensch die Nutzung der Gewässer für seine eigenen Belange deutlich reduziert, eine bessere Betreuung der Schutzgebiete gewährleistet und für die Brutvögel mehr sichere Ruhezonen schafft.

Quelle: „Dramatischer Wasservogelrückgang in Oberschwaben“, Naturschutzbund Deutschland e.V., 04.08.2011 (http://baden-wuerttemberg.nabu.de)

 

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