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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Falken näher mit Papageien verwandt als angenommen

Deutsche Forscher haben nachgewiesen, dass Falken trotz ihrer Ähnlichkeiten mit Adlern und Bussarden keine Greifvögel sind, sondern enge Verwandte der Papageien und Sperlingsvögel.  „Wir haben einen der kontroversesten Teile des Stammbaums der Vögel entschlüsselt“, erklärte ein Wissenschaftler der Universität Münster. „Erstmals können wir damit sagen, mit wem mehr als die Hälfte aller Vogelarten, die Sperlingsvögel, also alle Singvögel und Schreivögel, am engsten verwandt sind. Früher stellte man sie in die Nähe der Spechte oder Kuckucke. Jetzt wissen wir, dass es die Papageien sind, die auf dem Nachbarast im Stammbaum sitzen“. Diese neuen Erkenntnisse haben nach Angaben der Forscher neurobiologische Auswirkungen, denn Papageien und die meisten Sperlingsvögel besitzen die Fähigkeit, Gesang zu erlernen. Für die Wissenschaft sind sie daher ideale Organismen, um zu erforschen, wie Lernprozesse im Gehirn funktionieren. Die nahe Verwandtschaft der beiden Vogelgruppen lässt vermuten, dass auch der gemeinsame Urahn der Sperlingsvögel und Papageien diese Fähigkeit besaß und sie möglicherweise schon 30 Millionen Jahre früher als bisher angenommen entwickelt hatte. Nach Angaben der Wissenschaftler ergaben sich die Erkenntnisse durch Daten auf Basis sogenannter „springender Gene“, die als Marker dienten. Denn diese Gene, die Forscher als molekulare Fossilien in der Erbsubstanz bezeichen,  bleiben für viele Jahrmillionen erkennbar.

Quelle: „Falken sind näher mit Papageien verwandt als mit Greifvögeln“, Der Standard, 24.08.2011 (http://derstandard.at)

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