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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Wiederkehr der Waldrappe

Forscher hatten Ende der 1990er Jahre mit einem Projekt zur Wiederansiedlung der Waldrappe begonnen, die seit Jahrhunderten fast ausgestorben waren. Der Waldrapp war einst in Europa weit verbreitet, starb aber in Mitteleuropa auf Grund intensiver Bejagung aus. Mit Hilfe verschiedener Wiederansiedlungsmaßnahmen versuchen Wissenschaftler den Waldrapp in Europa wieder zu etablieren. Im Jahr 2005 gab es in freier Wildbahn noch etwa 450 Vögel, während etwa 2000 Exemplare dieser Vogelart in Gefangenschaft gehalten wurden. Ziel des Projektes in Oberösterreich ist es, den Waldrappen mit Hilfe eines intensiven Flugtrainings ihre einstige Zugvogelrouten erneut beizubringen. Erst kürzlich starteten 16 Jungvögel, die von menchlichen Zieheltern in Ultraleichtflugzeugen geführt wurden, von Salzburg aus  in Richtung ihres Winterquartiers in der Toskana. „Es war eine lange Vorbereitungszeit. Jetzt hoffen wir alle auf einen positiven Verlauf der Migration“, erklärte eine der Ziehmütter. Der Vogelzug soll drei bis vier Wochen dauern, in denen der Großteil der Zeit, wie bei einer natürlichen Migration, aus Ruhetagen besteht, an denen die Vögel mit Mehlwürmern versorgt werden. Zuvor hatte es bei einem ähnlichen Experiment ein Waldrapp-Weibchen geschafft, selbständig aus dem Winterquartier in der Toskana zurück  über den Alpenhauptkamm, an dem andere Waldrappe in den Experimenten bisher scheiterten, nach Bayern zurück zu fliegen. Die Wissenschaftler hoffen, dass dies im nächsten Jahr wieder gelingt und das jetzt noch nicht geschlechtsreife Waldrapp-Weibchen von seinem nächsten Flug Artegnossen mitbringen wird, die dann auch brüten.

Quellen: „Rückkehr! Ein Waldrapp hat die Alpen überquert“, 01.08.2011; „Waldrappe auf dem Weg ins Winterquartier, 22.08.2011 – Der Standard (http://derstandard.at)

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