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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Weißer Kiwi weckt Interesse an Vogelschutz

Das weiße Kiwi-Küken, dass im Mai dieses Jahres in Neuseeland geschlüpft ist – wir berichteten am 25.05.2011 in Papageienschutz aktuell (1) – ist inzwischen fast schon zu einer Vogelberühmtheit geworden. Der vermutlich erste weiße Artgenosse der vom Aussterben bedrohten Kiwis, der in Gefangenschaft geschlüpft ist, genießt seit einigen Wochen ganz besondere Aufmerksamkeit. Der außergewöhnliche Vogel lockt nicht nur unzählige Besucher in das neuseeländische Vogelschutzgebiet, in dem er lebt, sondern weckt weltweit das Interesse an Schutzmaßnahmen zum Erhalt der bedrohten Art.  Diese Vogelart  genießt große Wertschätzung im ganzen Land und bei den Maoris, den Ureinwohnern Neuseelands, gelten Kiwis sogar als heilig. Stammesangehörige feierten das Schlüpfen des weißen Küken mit einer besonderen Zeremonie. Nach Angaben eines Wildhüters, der das neuseeländische Vogelschutzgebiet überwacht,  handelt es sich  bei dem  Kiwi-Küken nicht um einen Albino, der nur auf Grund einer Pigmentstörung weiß ist, sondern es verfügt über untergeordnete (rezessive) Gene für die Farbe weiß, die sich auf Grund ihrer Kombination durchgesetzt haben. Ob diese Variante in nächster Zeit nochmal auftreten wird, können die Wissenschaftler aber nicht sagen. Nach ihren Angaben kann es sein, dass möglicherweise schon im nächsten Jahr wieder ein weißes Kiwi-Küken schlüpfen wird, genauso könnte es aber auch Jahrzehnte oder länger dauern, bis ein solcher Fall erneut eintrifft.

(1) „Weißes Kiwi-Küken in Brutzentrum geschlüpft“, Papageienschutz aktuell, 25.05.2011
Quelle: „Weißer ‚Mankura‘ leistet Kiwi-Schutz Vorschub“, Der Standard, 11.08.2011 (http://derstandard.at)

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