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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Vogelbestände im Donau-Gebiet rückläufig

Bei einer einwöchigen Expedition, die in diesem Sommer im Auftrag der Naturschutzorganisation WWF (World Wildlife Fund) im Donaugebiet in Bulgarien und Rumänien durchgeführt wurde, stellte sich heraus, dass die Vogelpopulationen dort inzwischen extrem rückläufig sind. Die Wissenschaftler fanden etwa 500 Brutpaare weniger vor als bei der Zählung im Vorjahr, was einem Verlust von einem Sechstel der regionalen Vogelpopulationen entspricht. Seit 2006 ist dies nach Angaben der Forscher die geringste beobachtete Anzahl von Vögeln. Als Ursache für den Vogelschwund gilt der in diesem Sommer außergewöhnlich niedrige Wasserstand der Donau. Dieser führt dazu, dass die Feuchtgebiete nicht mehr vom Wasser überflutet werden können und die Vögel daher nicht mehr genügend geeignete Nistplätze finden. „Wenn diese Situation heuer einmalig ist, dann ist das kein Problem auf lange Sicht. Sollte die Donau in den nächsten Jahren weiter so wenig Wasser führen, kann das fatale Folgen für die Vogelwelt entlang des Flusses haben“, erklärte ein Experte des WWF. Betroffene Vogelarten sind Kormorane, Löffler und ganz besonders verschiedene Reiherarten, deren Futterstellen entlang der unteren Donau inzwischen ganz ausgetrocknet sind. Die Vogelzählung wurde von Biologen und WWF-Experten durchgeführt, die sowohl auf der Donau als auch auf dem Land unterwegs waren. Der WWF benötigt die bei der Expedition gesammelten Daten  für eine Langzeitstudie zum Schutz der unteren Donau.

Quelle: „Drastischer Vogelschwund an der Donau“, Der Standard, 09.07.2011 (http://derstandard.at)

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