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Internet-Zeitung des Papageienschutz-Centrums Bremen e. V.

Küken aus beschlagnahmten Papageien-Eiern geschlüpft

Mitte April beschlagnahmten Zollbeamte an einem österreichischen Flughafen 74 Eier von Jamaika- und Rotspiegelamazonen, die Jamaika-Urlauber in Keksschachteln und Kokosnüssen versteckt hatten, um sie unbemerkt zu schmuggeln. Die beschlagnahmten Eier der beiden gefährdeten Amazonenarten, die nur auf der Insel Jamaika vorkommen,  wurden vom Zoll an einen Wiener Tiergarten übergeben, wo inzwischen 45 Vögel geschlüpft sind und erfolgreich aufgezogen werden. „Innerhalb kürzester Zeit mussten Teams aus erfahrenen Pflegern gebildet, Räumlichkeiten adaptiert, Brutschränke angeschafft und Futter besorgt werden. Bis zu zehn Pfleger sind im Einsatz“, erklärte die Direktorin des Tiergartens. Die Küken mussten anfangs noch alle zwei Stunden gefüttert werden und erhalten inzwischen neben Papageien-Aufzuchtfutter auch schon feste Nahrung wie Keimlinge, Samen, Gemüse und Obst. Nach Angaben der Direktorin wird im Tiergarten über Gewicht, Futteraufnahme und Allgemeinzustand jedes Vogels genau Buch geführt, um durch die gesammelten Daten mehr über diese seltenen Papageien zu erfahren. Bedroht sind die Jamaika- und Rotspiegelamazonen vor allem durch den Einfluss des Menschen, der  den Lebensraum der Vögel in den feuchten Wäldern Jamaikas durch Abholzung und Siedlungsbau immer mehr zerstört. Der Wiener Tiergarten plant zukünftig die Durchführung eines Zuchtprogrammes zur Erhaltung der seltenen Amazonenarten.

Quelle: “ ‚Schmuggelpapageien‘ in Schönbrunn aufgezogen“, Der Standard, 18.07.2011 (Http://derstandard.at)

 

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